Zur Ergänzung der Orgelanlage im Münster wurde ein sogenanntes Auxiliarwerk errichtet, welches sich in einem kleinen Raum oberhalb der Nikolauskapelle im Hahnenturm befindet und aus diesem Grund den Namen "Turmwerk" trägt. Seine Klangabstrahlung zielt direkt in das Haupt- und Seitenschiff des Münsters. Das kleine Werk hat eine elektrische Einzeltonsteuerung und ist auf die Manuale und das Pedal frei zugeordnet in 3 Sektionen spielbar.
Im Lateinischen bedeutet das Verb ‚auxiliari’ helfen / unterstützen. Das Auxiliarwerk soll die Chororgel und die Marienorgel dabei unterstützen, eine Klangbalance zwischen den beiden Orgeln im Osten des Münsters und den beiden Orgeln im Westen des Münsters herzustellen. Im Turmwerk wurden aber auch ein paar seltene und markante Klangfarben geschaffen, die die Klangvielfalt der Münsterorgeln für Konzert und Liturgie wesentlich bereichern.
Disposition des Auxiliarwerks
Orgelbau Kuhn AG, 2019
III+P / 9 (7 klingende Register, 2 Extensionen, 416 Pfeifen)
| Labialwerk | |
| 1. Bourdon | 16' |
| 2. Flauto mirabilis | 8' |
| 3. Bourdon (E. 1) | 8' |
| 4. Violon Diapason | 8' |
| 5. Hohlflöte | 4' |
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| Lingualwerk | |
| 6. Horn | 16' |
| 7. Clarinet | 8' |
| 8. Horn (E. 6) | 8' |
| | |
| Physharmonika | |
| 9. Physharmonika | 8' |
| Windschweller | |
Tremulant auf das ganze Werk, ganzes Werk im Schweller.
E: Extension (Verlängerung)
Die Finanzierung des Auxiliarwerks wurde vollständig durch die Gottlieb-Stiftung übernommen.